Autorin:
Verhoef, Esther
Titel: Verfallen
Originaltitel: Déjà vu
Verlag: btb
Erschienen: 2011
ISBN 10: 3442753066
ISBN 13: 978-3442753062
Seitenanzahl: 317
Zum Buch:
Als die junge Journalistin Eva Lambregts überraschend ihren Job verliert, will sie bei ihrer besten Freundin Dianne Kraft sammeln. Denn die naturverbundene junge Frau ist in ein kleines, malerisches Dorf in Frankreich ausgewandert. Doch als Eva dort ankommt, ist alles ganz anders: Diannes Haus ist verfallen, die Gegend eine deprimierende Einöde. Und wer sind die Freunde, von denen Dianne ihr vorgeschwärmt hat? Vor allem aber: Wo ist Dianne? Auf Evas Nachforschungen reagieren die Einwohner abweisend, und unheimliche Dinge geschehen im Dorf. Eva beschliesst, sich im heruntergekommenen Haus ihrer Freundin einzuquartieren. Doch was als Zuflucht geplant war, entpuppt sich als schlimmster Albtraum.
Meine Meinung:
"und unheimliche Dinge geschehen im Dorf" ist wohl ein wenig übertrieben ausgedrückt, trotzdem hat dieses Dorf in Frankreich, oder vielmehr seine Einwohner, irgendetwas unterschwellig Bedrohliches.
Eine leise Ahnung von Gefahr zieht sich quasi durch die erste Hälfte dieses Thrillers, was aber auch heisst, dass keine dramatische Spannung aufkommt. Und gerade dies schafft eine ganz besondere Atmosphäre: Ich habe beim Lesen immer darauf gelauert, dass etwas Schlimmes passiert. Es bleibt auch lange nur bei Andeutungen, bis die reelle Gefahr offensichtlich wird.
Gestört hat mich hier, dass die Gegend in Frankreich, wo das Ganze spielt, anonym bleibt. Die Ortschaft wird nicht genannt und wo genau sie sich befindet bleibt unklar. Das mag allerdings anderen Lesern egal sein ;-)
Ich würde "Verfallen" von Esther Verhoef als subtilen Thriller bezeichnen, der durchaus gut zu lesen ist ... Richtige Spannung kommt erst ziemlich spät auf, deshalb packe ich die Geschichte sternemässig ins Mittelfeld.